Alien vs. Predator

Kauf-VÖ: 21.04.2005

Original

Alien vs. Predator

Anbieter

20th Century Fox Home Entertainment (2005)

Laufzeit

97:58 min. (FSK 16)

DVD-Typ

2 x DVD-9

TV-Norm

PAL

Bitrate

7.86 Mbps (Video: ca. 5.7 Mbps)
Kapazitätsausnutzung: 6.42 / 7.95 GB (80 %)

Bildformat

2,40:1 (anamorph)

Audiokanäle

1. Englisch, Dolby Digital 5.1 (384 kbps)
2. Deutsch, Dolby Digital 5.1 (384 kbps)
3. Deutsch, Dolby Digital 5.1 (754 kbps)
4. Audio-Kommentar (192 kbps)
5. Audio-Kommentar (192 kbps)

Untertitel

Englisch, Deutsch, Türkisch

Regionalcode

2
Film 

Die Entdeckung einer altertümlichen, tief im Eis der Antarktis begrabenen Pyramide durch den milliardenschweren Industriellen Charles Bishop Weyland (Lance Henriksen) zieht ein Team von Wissenschaftlern und Abenteurern an den eisigen Südpol. Was die Forscher, angeführt von der unerschrockenen Alexa „Lex“ Woods (Sanaa Lathan) dort unten erleben, fasziniert sie zunächst, entwickelt sich jedoch bald zu einem grauenvollen Horrortrip: Sie geraten zwischen die mörderischen Fronten von Alien und Predator, die 700 Meter unter der eisigen Oberfläche einen Krieg führen. Gegen diese außerirdischen Monster haben Menschen eigentlich keine Chance ...

Das 2in1-Prinzip, das vor Jahren in der Haarpflegebranche einen gewissen Erfolgsfaktor darstellte, ist auch im Filmgeschäft nicht ohne Anklang geblieben. Nachdem kürzlich zum Beispiel Jason seinen Besuch auf der Elm Street absolvierte, lässt Hollywood nun zwei der populärsten und herzallerliebsten Außerirdischen gemeinsam auf die Filmbühne, die knuddeligen Aliens und die knuffigen Predatoren. Als Leiter der Veranstaltung wurde in weiser Wahl Paul W.S. Anderson engagiert, der schon zuvor sein Talent unter Beweis gestellt hatte, wenn es darum ging, einen Film mit moderatem Budget ordentlich aufwändig aussehen zu lassen.
Da nach einer etwas länglichen Einleitung der langgehegte Knatsch der beiden Spezies in den Vordergrund rückt, werden die menschlichen Protagonisten schnell zu verzichtbaren Statisten degradiert, die nacheinander entsprechend zügig abserviert werden. Das war vom Grundprinzip zwar bei den jeweiligen Ursprungsfilmreihen auch nicht anders, allerdings hatten die (insbesondere "Alien" und Nachfolger) doch neben den serienmäßigen Metzelmomenten noch einiges an Nebengeschichte und ausgewählter Atmosphäre zu bieten. In dieser Hinsicht kann "Alien vs. Predator" allerdings ganz und gar nicht mithalten; auch wenn der Beleuchtung ein paar Glühbirnen herausgedreht und solide gestylte Dekors geschaffen wurden, wird das Ganze zu kurzatmig abgespult, um ernsthaft stimmungsvoll zu sein.
Der Film ist dennoch schwerlich als misslungen zu bezeichnen; wer Lust auf ein simples "Friss-oder-stirb" Videospiel hat, aber zu müde ist, um selber interaktiv zu werden, bekommt mit dem Zweikampf der E.T.-Gladiatoren immerhin nahrhaftes Unterhaltungsfutter zugeführt.

 

Bild 

Das Master ist tadellos und zeigt keine Störungen. Der Film ist überwiegend sehr dunkel und daher vielfach auch sehr farblos. Der blasse Bildeindruck wird durch die leicht bläuliche Einfärbung des Films noch etwas verstärkt. Der Kontrast wirkt bereits während der Außenaufnahmen in den ersten Kapiteln leicht reduziert und ist in den dunklen Szenen sehr gering. Meist jedoch sieht man im Bild alle wesentlichen Details. Die Konturen- und Detailschärfe ist recht gut. Sie hätte auch noch etwas besser sein können, wenn man auf Rauschfilter gänzlich verzichtet hätte, die für leichte Nachzieheffekte sorgen. Die Kompression ist bis auf minimale Artefakte in dunklen Szenen nahezu perfekt.

 

Ton 

Ein imposanter Music Score und viele gute Surround-Effekte machen diesen Film zu einem gelungenen Sound-Erlebnis. Alle Kanäle werden gleichmäßig genutzt und sorgen so für ein gelungenes Surround-Panorama, bei dem man sich mitten ins Geschehen versetzt fühlt. Die Dynamik ist sehr hoch und sorgt auch auf den Surround-Kanälen für mächtig Druck. Neben lauten Action-Effekten gibt es auch viele kleine Surround-Effekte von hinten zu hören, die sich präzise orten lassen. Die Musik sorgt für einen sehr weiten und angenehmen Raumklang mit kräftigen Bässen. Die Höhenwiedergabe kann da nicht ganz mithalten und sorgt für einen stellenweise leicht muffigen Sound.

Aufgrund von User Prohibitions gibt es keine Möglichkeit zum direkten Umschalten der Tonspuren und Untertitel

 

Special Features

- Audio-Kommentare von Paul W.S. Anderson, Lance Hendriksen und Sanaa Lathan
- Audio-Kommentare von Alec Gillis, Tom Woodruff und John Bruno
- Inside Looks: Hide and Seek Teaser und Ice Age Ausblicke mit Chris Wedge

Disc 2:

- Featurette: „Conception“
- ADI Workshop
- Storyboard Galerie
- Konzeptions-Galerie
- Making Of „Alien vs. Predator“
- Miniature Walfang-Station
- Facehugger & Eier
- Featurette: „Trouble at the Mouth of the Tunnel“
- „Visual Effects Breakdown“
- 11 unveröffentlichte Szenen
- Alien vs. Predator - Das Comic
- „Monsters in Miniature“ von Todd McFarlane
- HBO Special
- Alien vs. Predator Kino-Trailer
- Easter Eggs

Review von Karsten Serck und Tobias Wrany (Film)

19.04.2005